ADHS – Erfolgreich anders

ADHS als Krankheit

Hier in diesem Artikel möchte ich das Thema ADHS aus der defizitären Sichtweise zusammenfassen. Das heißt hier wird ADHS rein als Störung dargestellt und der Fokus liegt auf den Nachteilen. Die Symptome werden als Risikofaktoren dargestellt, die es zu bekämpfen gilt um die Lebensqualität zu verbessern. Das ist leider die gängige Herangehensweise an dieses Thema. 

Keine Sorge, es wird auch noch einen positiven Artikel geben. 

Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine häufige neurologische Störung, die sich durch Unruhe, Impulsivität und Schwierigkeiten bei der Konzentration und Aufmerksamkeit auszeichnet. Es ist bekannt, dass ADHS bei Kindern und Jugendlichen weit verbreitet ist, aber es gibt auch eine erhebliche Anzahl von Erwachsenen, die von dieser Störung betroffen sind. 

Symptome von ADHS:

Die Symptome von ADHS können bei jedem unterschiedlich ausgeprägt sein, aber die drei Hauptkategorien von Symptomen sind Unruhe, Impulsivität und Konzentrationsprobleme.

Es ist wichtig zu beachten, dass ADHS-Symptome nicht unbedingt alle gleichzeitig auftreten müssen. Einige Personen können überwiegend Unruhe und Impulsivität erleben, während andere hauptsächlich Konzentrationsprobleme haben. In jedem Fall können diese Symptome erhebliche Auswirkungen auf das tägliche Leben haben.

Konzentrations- und Aufmerksamkeitsprobleme: Menschen mit ADHS haben oft Schwierigkeiten, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren oder ihre Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten, vor allem bei eintönigen und repetitiven Aufgaben (also langweiliger Kram, wie Haushalt oder Dokumente abheften). 

Impulsivität und Risikobereitschaft: Menschen mit ADHS neigen dazu, impulsiver zu sein und Risiken einzugehen, ohne die Konsequenzen zu berücksichtigen. Dies kann zu Schwierigkeiten im sozialen Bereich und in zwischenmenschlichen Beziehungen führen.

Typisch Beispiele wären: Zu schnelles Fahren, Impulskäufe und auch Drogenkonsum.

Hyperaktivität: Menschen mit ADHS können unruhig und ungeduldig sein, sich schwer entspannen können und einen ständigen Drang nach Bewegung haben. Dies kann zu Schwierigkeiten beim Sitzen bleiben oder bei ruhigen Aktivitäten führen.

Die Hyperaktivität kann auch nach innen gerichtet sein und sich durch ständige sprunghafte und rasende Gedanken ausdrücken.

Probleme mit der Organisation und Planung: Menschen mit ADHS können Schwierigkeiten haben, ihre Zeit effektiv zu organisieren und zu planen. Dies kann zu Schwierigkeiten bei der Bewältigung von Alltagsaufgaben wie der Einhaltung von Terminen oder der Erledigung von Aufgaben führen. Ein Begriff der in diesem Zusammenhang oft fällt ist Zeitlindheit, das heißt das natürliche Zeitempfinden ist gestört und erschwert zeitliche Planung und Einschätzung erheblich. 

Schwierigkeiten beim Umgang mit Emotionen: Menschen mit ADHS können Schwierigkeiten haben, ihre Emotionen zu regulieren und können schnell frustriert, wütend oder reizbar werden. Aber auch positive Emotionen können verstärkt gefühlt und ausgedrückt werden. Das kann zu Irritationen beim Umfeld führen.

Das ist ein häufig übersehener Punkt, obwohl er den meisten Betroffenen mitunter die größten Schwierigkeiten bereitet.

Probleme bei der sozialen Interaktion: Menschen mit ADHS können Schwierigkeiten haben, soziale Normen zu verstehen und angemessen zu interagieren. Sie können Schwierigkeiten haben, den richtigen Ton oder das richtige Timing in Gesprächen zu treffen und können andere versehentlich verletzen oder irritieren. 

 

Auswirkungen von ADHS:

ADHS kann das tägliche Leben in vielen Bereichen beeinflussen, einschließlich Schule, Arbeit, Beziehungen und Gesundheit. In der Schule können die Symptome von ADHS zu Schwierigkeiten bei der Konzentration und dem Lernen führen, was zu schlechten Leistungen und Frustration führen kann. In der Arbeitswelt können die Symptome von ADHS zu Schwierigkeiten bei der Erfüllung von Aufgaben, mangelnder Produktivität und Schwierigkeiten bei der Zusammenarbeit mit Kollegen führen.

Beziehungen können ebenfalls durch ADHS beeinflusst werden, da Impulsivität und Unruhe zu Konflikten und Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung von Beziehungen führen können. Darüber hinaus kann ADHS auch die körperliche Gesundheit beeinflussen, da Menschen mit dieser Störung ein höheres Risiko für Verhaltensstörungen wie Sucht, Essstörungen und Schlafstörungen haben.

Diese Auswirkungen führen bei Betroffenen zu einem schlechten Selbstwertgefühl und können zu Burnout und Depressionen führen.

Behandlung von ADHS:

Die Behandlung von ADHS kann Medikamente, Therapie oder eine Kombination aus beiden umfassen. Medikamente, wie Stimulanzien und Nicht-Stimulanzien, können dazu beitragen, die Symptome von ADHS zu lindern und die Konzentration und Aufmerksamkeit zu verbessern. Eine Psychotherapie kann ebenfalls hilfreich sein, um Bewältigungsstrategien zu entwickeln und Strategien für die Selbstkontrolle und Impulskontrolle zu erlernen und auch um die vielen negativen Erfahrungen aufzuarbeiten und richtig einzuordnen.

Eine häufig verwendete Therapieform bei ADHS ist die kognitive Verhaltenstherapie (CBT), die darauf abzielt, negative Denkmuster und Verhaltensweisen zu identifizieren und zu ändern. Eine andere Therapieform, die bei ADHS hilfreich sein kann, ist die Interpersonelle Psychotherapie (IPT), die darauf abzielt, Beziehungsprobleme zu lösen und Unterstützung bei der Bewältigung von Symptomen zu bieten.

Darüber hinaus können auch Veränderungen im Lebensstil dazu beitragen, die Symptome von ADHS zu lindern. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, regelmäßige körperliche Aktivität und Stressmanagement-Techniken wie Yoga, Meditation und autogenes Training.

Fazit:

ADHS ist eine häufige neurologische Störung, die sich durch Unruhe, Impulsivität und Konzentrationsprobleme auszeichnet. Diese Symptome können erhebliche Auswirkungen auf das tägliche Leben haben, insbesondere in Bezug auf Schule, Arbeit, Beziehungen und Gesundheit. Die Behandlung von ADHS kann Medikamente, Therapie und Veränderungen des Lebensstils umfassen. Es ist wichtig, eine angemessene Diagnose und Behandlung zu erhalten, um die Symptome zu lindern und ein erfülltes Leben zu führen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ADHS eine komplexe Störung ist, die eine individuelle und umfassende Behandlung erfordert. Es ist wichtig, dass die Symptome frühzeitig erkannt werden, um eine angemessene Diagnose und Behandlung zu erhalten. Die Symptome können im Laufe der Zeit variieren und es ist wichtig, dass die Behandlung den individuellen Bedürfnissen und Veränderungen angepasst wird.

Insgesamt kann die Behandlung von ADHS helfen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Es ist wichtig, dass Menschen mit ADHS Unterstützung und Verständnis erhalten, um ein erfülltes und glückliches Leben zu führen.

Wenn du magst, dass ich dich dabei unterstütze, dann melde dich doch einfach zu einem kostenlosen Erstgespräch bei mir und wir suchen gemeinsam nach Lösungen.

 

 

 

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